Während Familien an die Schulferien gebunden sind, können Paare bei der Urlaubsplanung deutlich freier agieren – und genau das zahlt sich 2026 aus. Wer bewusst außerhalb der Hochsaison verreist, profitiert nicht nur von niedrigeren Preisen, sondern auch von mehr Ruhe und Zweisamkeit an Orten, die im Sommer hoffnungslos überlaufen wären.
Warum immer mehr Paare die Nebensaison wählen
Der Trend ist eindeutig: Paare verreisen zunehmend außerhalb der klassischen Sommerferien. Eine Analyse der Travel Data + Analytics bestätigt eine spürbare Verschiebung der Urlaubspräferenzen hin zu den Randzeiten Frühjahr und Herbst.
Besonders der Herbst gewinnt an Bedeutung:
Bei HolidayCheck ist der Oktober im benachbarten Ausland inzwischen sogar der reisestärkste Monat, während der Sommeranteil bei den Buchungen stabil bleibt – der Herbst kommt also zusätzlich hinzu, statt den Sommer zu ersetzen.
Auch Reiseveranstalter reagieren auf diesen Trend:
Von Ende September bis Ende Oktober werden zusätzliche Flugkapazitäten nach Ferienzielen wie Gran Canaria, Hurghada und Kreta bereitgestellt, und Hotels auf griechischen Inseln bleiben länger geöffnet als in früheren Jahren üblich.
Sparpotenzial in Zahlen: Was die Nebensaison wirklich bringt
Der finanzielle Vorteil der Nebensaison lässt sich konkret beziffern. Wer im Oktober statt in der Hauptsaison zwischen Juli und September auf die Baleareninsel Formentera fliegt, spart laut HolidayCheck-Auswertung bis zu 800 Euro pro Reise.
An der Costa Brava liegt die Ersparnis bei rund 600 Euro, auf Kreta bei etwa 400 Euro.
Generell gilt: Allein durch flexible Reisedaten – etwa bei der Wahl von An- und Abreisetag oder durch das Verlegen in die Nebensaison – lassen sich die Reisekosten um bis zu 30 Prozent senken.
Geheimtipps abseits der Klassiker
Wer bewusst nach Alternativen zu den überlaufenen Hotspots sucht, findet einige interessante Optionen:
Malta eignet sich besonders in der Nebensaison ab Ostern für Paare, die Kultur und aktive Erlebnisse verbinden möchten – deutlich ruhiger als in der Hochsaison, bei weiterhin angenehmen Temperaturen.
Andalusien, insbesondere die ruhigere Costa de la Luz, bietet eine entspanntere Alternative zur stark frequentierten Costa del Sol – mit ähnlichem mediterranem Flair, aber spürbar weniger Trubel.
Tunesien punktet mit einem ähnlichen Angebot wie klassische Mittelmeerziele, liegt preislich aber oft deutlich darunter – ein Ziel für preisbewusste Paare, die auf gutes Wetter und solide Hotelqualität setzen.
Klassiker im Frühjahr und Herbst neu entdecken
Auch die bekannten Ziele lohnen sich außerhalb der Hauptsaison oft besonders.
Bei den Badezielen bleiben Griechenland, Spanien, die Türkei und Ägypten auch im Herbst und Frühjahr die gefragtesten Optionen – bei deutlich angenehmeren Temperaturen als im Hochsommer und ohne die sommerliche Enge an Stränden und in Restaurants.
Ein besonderer Tipp für Paare, die Sonne, Strand und Wellness verbinden möchten:
die Türkische Riviera im Winter. Bei Temperaturen bis zu 15 Grad lassen sich tagsüber entspannte Ausflüge unternehmen, bevor es abends in die Wellnessoasen der Hotels geht – eine Kombination, die im Hochsommer aufgrund der Hitze kaum möglich wäre.
Auch nach Weihnachten und Silvester purzeln vielerorts die Preise:
Wer im Januar oder Februar verreist, findet günstigere Angebote für Sonnenziele wie Dubai, Thailand oder die Kanaren, aber auch für Städtereisen nach New York, Tokio oder Marrakesch.
Städtereisen als flexible Alternative
Nicht jeder Paar-Urlaub muss ein Strandurlaub sein.
Städtereisen und Kurzurlaube liegen 2026 besonders im Trend, da sie hohe Flexibilität bieten und sich unkompliziert in die Nebensaison verlegen lassen. Frühling und Herbst eignen sich dafür besonders gut: angenehme Temperaturen, weniger Touristenandrang und oft deutlich günstigere Flug- und Hotelpreise als im Sommer.
Spartipps für Paare
Aus den aktuellen Trends und Buchungsdaten lassen sich mehrere konkrete Hebel ableiten:
- Flexible Reisedaten nutzen: Schon die Wahl der Wochentage für An- und Abreise oder eine Verschiebung in die Nebensaison kann die Reisekosten um bis zu 30 Prozent senken.
- Anderen Abflughafen wählen: Ein weiter entfernter Flughafen bietet teils günstigere Airlines oder passendere Flugzeiten – besonders wenn im eigenen Bundesland Ferien sind und in Nachbarregionen nicht.
- Früh buchen oder Last Minute: Bei Pauschalreisen zahlt sich sowohl frühzeitige Buchung als auch spontanes Last-Minute-Buchen aus – je nachdem, wie viel Planungssicherheit gewünscht ist.
- Nach Weihnachten verreisen: Die Wochen nach Silvester bieten sowohl für Fernziele als auch für Städtereisen spürbar niedrigere Preise.

Fazit
Paare sind bei der Urlaubsplanung deutlich flexibler als Familien – und genau diese Flexibilität lässt sich 2026 in bares Geld ummünzen.
Wer bewusst die Nebensaison wählt, spart bei beliebten Zielen wie Formentera, der Costa Brava oder Kreta mehrere hundert Euro pro Reise und profitiert gleichzeitig von weniger Trubel.
Geheimtipps wie Malta, die Costa de la Luz oder Tunesien bieten zusätzliches Sparpotenzial für alle, die abseits der Klassiker unterwegs sein möchten.
Häufige Fragen (FAQ)
Konkret sind bis zu 800 Euro auf Formentera, rund 600 Euro an der Costa Brava und etwa 400 Euro auf Kreta möglich, wenn statt der Hauptsaison (Juli bis September) im Oktober gereist wird. Allgemein lassen sich Reisekosten durch flexible Reisedaten um bis zu 30 Prozent senken.
Malta in der Nebensaison ab Ostern, die ruhigere Costa de la Luz als Alternative zur Costa del Sol sowie Tunesien mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zählen zu den empfehlenswerten Alternativen.
Der Oktober hat sich bei vielen Reiseportalen zum reisestärksten Monat entwickelt, ohne dass der Sommeranteil bei den Buchungen zurückgeht – der Herbst kommt als zusätzliche Reisezeit hinzu.
Im Winter, wenn Temperaturen bis 15 Grad tagsüber Ausflüge und abends Wellness in den Hotels ermöglichen – eine Kombination, die im Hochsommer wegen der Hitze kaum möglich ist.
Im Frühling und Herbst sowie in den Wochen nach Weihnachten und Silvester, wenn sowohl Flug- als auch Hotelpreise spürbar sinken.
